LEITGEDANKEN UND GRUNDSÄTZE
cmp Baukasten für Trainer/-innen-Persönlichkeiten in der Erwachsenenbildung
Vision / Richtziel
Wir befähigen und bestärken Trainer/-innen- und Coaches-Persönlichkeiten in der Erwachsenenbildung.
Konzeptioneller Ansatz / Grobziele
Grundsatz
Wir agieren nach andragogischen Grundsätzen und prozesshaften Konzepten, um selbstgesteuertes Lernen, Handeln und Entdecken zu ermöglichen. Damit fördern und bestärken wir Trainer/-innen und Coaches als Persönlichkeiten, die in der Lage sind, in der alltäglichen Praxis ihre Herausforderungen zu meistern.
Kognitiv – Wissen
Wir vermitteln Wissen auf der Basis von Erfahrungswerten aus der Praxis, anerkannten Lehrmethoden und wissenschaftlichen Inhalten und paaren diese mit Erfahrungen und Bedürfnissen in der alltäglichen Praxis der Teilnehmenden.
Affektiv – Haltung
Wir fordern und fördern den Prozess lebenslangen Lernens und die Eigenverantwortung in deren Entwicklung. Mit teilnehmer-, praxis- und handlungsorientierten Inhalten und Methoden schaffen wir Rahmenbedingungen und Prozesse als Wegbereiter und -begleiter in der beruflichen Persönlichkeitsentwicklung als Trainer/-in und Coach.
Psychosomatisch – Handlung
Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihrer Handlung in der Praxis zu befähigen. Mit ihrer Kompetenz, Erfahrung und ihrer Persönlichkeit ihre täglichen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Unsere Rahmenbedingungen, das von uns vermittelte Wissen sowie die Grundlagen zur Entwicklung der Haltung der Teilnehmenden sind unsere Beiträge für diesen Prozess.
Lernziele / Feinziele
Grundsatz
Es ist unser Bestreben, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern in unseren Lern- und Trainingseinheiten möglichst alle Taxonomiestufen (Wissen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Vernetzen, Beurteilen) zu bedienen und dabei alle Lernbereiche (Kognitiv/Wissen, Affektiv/Haltung und Psychomotorisch/Handlung) zu integrieren. Damit ermöglichen wir eine hohe Transformation von Lerninhalten in die Praxis.
Taxonomiestufe 1: Wissen
Die Teilnehmenden können Faktenwissen und Lerninhalte mit einem Praxisbezug benennen und wiedergeben.
Taxonomiestufe 2: Verstehen
Die Teilnehmenden verstehen Inhalte und Methoden einzuordnen, für sich zu interpretieren und in die eigenen beruflichen Herausforderungen zu übersetzen.
Taxonomiestufe 3: Anwenden
Die Teilnehmenden knüpfen am Wissen und Verstandenen an und entwickeln und übertragen dieses in Handlungen.
Taxonomiestufe 4: Analysieren
Die Teilnehmenden sind in der Lage, Essenzen zu identifizieren, zuzuordnen und einen komplexen Sachverhalt zu diagnostizieren und aufzulösen.
Taxonomiestufe 5: Vernetzen
Die Teilnehmenden entwickeln und konstruieren lösungsorientierte oder optimierte Inhalte und Handlungen.
Taxonomiestufe 6: Beurteilen
Die Teilnehmenden sind in der Lage, differenziert zu beurteilen und zu bewerten, eine fundierte, eigene Haltung zu entwickeln und Entscheidungsgrundlagen zu liefern.
Lernpsychologie
Die Macht der Wiederholung
Wiederholung, auch Repetition oder Rekapitulation, hat in Lernmethoden (Theorie) und Arbeitsmethoden (Praxis) den Zweck, das Gelernte zu manifestieren und zu perfektionieren. Ziel hierbei ist es, die Verbindungen innerhalb der neuronalen Netze zu festigen, über die im Gehirn Informationen abgelegt werden. Dieser Prozess wird schon mal mit einem Trampelpfad verglichen, der durch seine häufige Nutzung immer breiter wird und am Ende eine sprichwörtliche Autobahn darstellt.
Der Kampf gegen das Vergessen ist mühsam und nie endend. Wir neigen dazu, der Erarbeitung eines Themas viel Aufmerksamkeit, viel Vorbereitung und viel Zeit zu widmen. Wir vergessen dabei, dass gute Wiederholungen ein unverzichtbarer Teil des Lernens sind. «Gut, dann wiederholen wir das schnell.» Aus der vermeintlich kurzen Wiederholung wird dann oft eine mittelausgedehnte halbe Neueinführung. In guten Wiederholungen lernen wir Altes neu. Gute Wiederholungen befähigen uns vor allem zur Rekonstruktion unsers Wissens durch Selbsterschliessung bekannter Sachverhalte.
Um zu vermeiden, dass wir innerhalb der immensen Stofffülle des Faches den roten Faden und damit auch den Überblick verlieren, ist es wichtig, bestimmte zentrale Inhalte und Begriffe in Wiederholungsphasen abzusichern und zu vertiefen. Häufiges und kurzes Wiederholen ist effektiver als lange Wiederholungen. Das Wiederholen eines Gesamtproblems ist effektiver als das von Einzelfällen.
Theorie aus der Gehirnforschung und Lernpsychologie
Damit Informationen dauerhaft im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, müssen im Gehirn die neuronalen Netzwerke dauerhaft umgebaut und erweitert werden. Dieses Phänomen wird als synaptische Plastizität bezeichnet (Escher und Messner S. 202-203, nach Hebb, 1949). Der Speicher des Langzeitgedächtnisses liegt in verschiedenen Assoziationsarealen der Grosshirnrinde. Da es aber viel Zeit und Aufwand braucht, bis die Strukturen dort umgebaut werden, werden die neu gelernten Informationen vorher im Kurzzeitgedächtnis gespeichert. Beim Transport der Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis ist ein anderer Teil des Gehirns beteiligt. Dieser Teil ist der Hippocampus, welcher sich im inneren Rand des Temporallappens befindet. Der Hippocampus verfügt über Verbindungen zu allen Assoziationsarealen der Grosshirnrinde. Weiter hat er die Fähigkeit zur Langzeitpotenzierung, was eine zeitlich begrenzte Zwischenspeicherung von Informationen ermöglicht. Durch regelmässiges Wiederholen von Lerninhalten wird der Hippocampus dazu angeregt, Informationen wiederholt an die Assoziationsareale der Grosshirnrinde zu senden und somit das neue Wissen im Langzeitgedächtnis zu speichern (Schandry, S. 485-487).
Anzahl Informationseinheiten
Der Speicher des Kurzzeitgedächtnisses ist begrenzt. Bereits im Jahre 1956 hat der Psychologe George Miller beschrieben, dass das Kurzzeitgedächtnis nur 7 +/- 2 Informationseinheiten auf einmal speichern kann. Miller nannte diese Zahl «die magische Zahl». Seine Aussage hat sich mittlerweile in zahlreichen Untersuchungen als gültig erwiesen (Escher und Messner S. 198-199, nach Miller 1956).
Aus diesem Grund sollte die Zahl der Informationen (Wörter, Zahlenfakten, Formeln usw.), welche auf einmal gelernt werden, auf fünf bis neun beschränkt werden.
Praktische Empfehlung der Wiederholungsverteilung
Es macht Sinn, das neue Gelernte innerhalb der ersten Stunde mehrmals zu wiederholen. Zusätzlich muss in grösseren Zeitabständen ebenfalls repetiert werden. Genauer ausgedrückt, gibt es eine gewisse Anzahl an Wiederholungen, welche für die Überführung eines Lerninhaltes ins Langzeitgedächtnis eingeplant werden sollten. Diese Wiederholungen müssen dann auf die gesamte Lernzeit so verteilt werden, dass ihre Häufigkeit mit der Zeit stets abnimmt (Escher und Messner S. 215-218).
Lernkarten als Methode zur Wiederholung
Dieses System entwickelte Sebastian Leitner, der es 1973 in seinem Schlüsselwerk Lernen lernen vorstellte (heutiger Titel: So lernt man lernen). Es basiert auf dem Spaced-Repetition-Effekt, wonach Inhalte, die über einen längeren Zeitraum gelernt werden, besser im Gedächtnis hängen bleiben, als solche, die in einer kurzen Zeit intensiv wiederholt werden.
Die Lernkartei ist ein Hilfsmittel zum systematischen Lernen. Die Lernkartei ist thematisch gegliedert und enthält Karten mit Fragen bzw. Aufgaben und deren Antworten bzw. Lösungen. Mit Hilfe mehrerer Fächer ist es möglich, genau die Themen zu wiederholen, die noch nicht verinnerlicht wurden. Es gibt auch Lernkartei-Software.
Erstmals wurden solche Programme in den 1980er Jahren umgesetzt. Auch sie basieren auf dem Spaced-Repetition-Effekt, wonach Inhalte, die über einen längeren Zeitraum gelernt werden, besser im Gedächtnis hängen bleiben, als solche, die in einer kurzen Zeit intensiv wiederholt werden.
Darüber hinaus hat die Realisierung der Lernkartei am Computer gegenüber einer Lernkartei aus Papier einige Vorteile, z.B. dass Tonaufnahmen zur Sprachausgabe mit einbezogen werden können und dass eine weit ausgefeiltere Lernplanung vorgenommen werden kann.
Card2Brain Lernkarten für alle Module in unserer Trainignsausbildung
Um der Methodik und der Macht der Wiederholung auf eine zeitgemässe Art gerecht zu werden, setzen wir in allen Modulen die digitalen Lernkarten von Card2Brain ein.
Unsere Haltung und unsere Werte
Wir bestärken Trainer/-innen und Coaches als Persönlichkeiten
Wir agieren nach andragogischen Grundsätzen und prozesshaften Konzepten, um selbstgesteuertes Lernen, Handeln und Entdecken zu ermöglichen. Damit fördern und bestärken wir Trainer/-innen und Coaches als Persönlichkeiten, die in der Lage sind, in der alltäglichen Praxis ihre Herausforderungen zu meistern.
Wir lernen von der Praxis und bilden für die Praxis aus
Es ist unser Bestreben, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern in unseren Lern- und Trainingseinheiten möglichst alle Taxonomiestufen (Wissen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Vernetzen, Beurteilen) zu bedienen und dabei alle Lernbereiche (Kognitiv/Wissen, Affektiv/Haltung und Psychomotorisch/ Handlung) zu integrieren. Damit ermöglichen wir eine hohe Transformation von Lerninhalten in die Praxis.
Wir handeln zielgruppengerecht und zielorientiert
Das didaktische Dreieck, also die Beziehung zwischen Lernenden, Lehrpersonen und Lerninhalten bildet das Fundament in der Konzeption unserer Lerninhalte. Ziel- und zielgruppengerechte Inhalte und Methoden sind für uns Grundbedingung für eine erfolgreiche Ausbildung. Damit erzielen wir für die Teilnehmenden effiziente und effektive Lerneinheiten.
Wir schaffen erlebnisorientierte Inhalte mit nachhaltiger Wirkung
Die Vernetzung von Wissen, Haltung und Handlung in der Praxis schaffen wir in unseren Methoden mit spielerischen und erlebnisorientierten Elementen. Damit bedienen wir Teilnehmende mit einer intrinsischen (von innen) und extrinsischen (von aussen) Motivation und sichern somit eine nachhaltige Wirkung.
Wir verhalten uns wertschätzend und aufbauend
Wir fördern Persönlichkeiten in der Erwachsenenbildung. Persönlichkeiten sind individuell und entwickeln sich in ihrer eigenen Art lebenslang weiter. Dabei verstehen wir es, mit den verschiedenen Lerntypen und Lernstilen umzugehen. Damit bestärken und unterstützen wir die Trainer/-innen und Coaches in ihrem eigenen Lernprozess und fördern die Wertschätzung unter- und füreinander.
Wir wirken unterstützend und begleitend
Mit unserem andragogischen Ansatz sehen wir uns als Wegbereiter und -begleiter in der Erwachsenenbildung. Wir schaffen Prozesse mit bedürfnisorientierten Rahmenbedingungen und Zielen als auch mit zielgruppengerechten Methoden und dem Ermöglichen von Erfolgserlebnissen. Damit schaffen wir für alle Teilnehmenden einen hohen individuelle Nutzen.
Wir sind für Dich da!
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Kontaktiere uns per Telefon oder E-Mail unter +41 44 266 90 90 oder info@cm-p.ch.
