SENSITIV

Quere Gedanken

Wissen wollen, können müssen

Viel wissen heisst nicht automatisch gut können. Die Kernaufgabe des Trainers ist es, das Können zu fördern - die Handlungskompetenz. Dabei ist die Wissensvermittlung nur Mittel zum Zweck. Der Praxistransfer - ein Muss. In den letzten 200 Jahren wurden Wissen und Können strikt und erfolgreich separat kultiviert. Die einen wussten was, die anderen wie. Dabei war der Anfang ganz anders. Der Einzeller hat sich durch Können entwickelt. Das Wissen kam viel später. Und jetzt?

Der Mensch besteht aus den beiden Komponenten «Verstand» um Wissen zu schaffen und dem «Körper» um zu handeln. Wissen isoliert betrachtet produziert nichts ausser weiterem Wissen. Eine Art Endlos-Babuschka, in der eine Wissensebene die nächste umschliesst und die Babuschka immer grösser wird, aber nicht gehaltvoller. Ein logischer Vorgang, berechenbar aber längerfristig nicht lebensfähig.

Der handelnde Körper denkt nicht, er macht. Manchmal das Falsche. Manchmal das Unerwartete, Unberechenbare. Das ist anstrengend, aber lebensfähig. Siehe das Erfolgsrezept des Einzellers - hat zwar etwas gedauert - aber immerhin.

Zurück in unsere Welt. Während die einen Ziele, Prozesse und Aufgaben berechneten und definierten, haben es die anderen nach deren Vorgabe passgenau umgesetzt. Was aber tun, wenn das Logische, Berechenbare nicht mehr reicht? Was wenn der globale Markt, die demografische Entwicklung, Umwelteinflüsse und vieles mehr, nach neuen, innovativen Lösungen dürstet? Das umfangreiche Entwicklungs-Budget des Einzellers steht auch nicht mehr zur Verfügung. Auch nicht um die Wissens-Babuschkas noch grösser werden zu lassen.

Eines scheint klar zu sein. Um sich zu entwickeln, muss das können «Machen» Chef im Ring sein. Das Wissen ist ein Zulieferer; dieser hilft effizienter und effektiver zu sein und zu werden. Der Verstand macht lediglich verständlich. Damit gelingen das vernetzte Denken und der Sinn für Zusammenhänge. Ein weiterer wichtiger Lieferant ist die Erfahrung. Aber diese Erfahrung entsteht durch das Machen können. Dafür braucht es Ressourcen, Raum und Zeit. Also ergeben sich daraus folgende Formeln.

(1)  Es braucht «X» Wissen um besser zu können.

(2)  Es braucht «X» Können um besser zu wissen.

(3)  Es braucht «X» um machen zu können.

Also ist die Aufgabe des Trainers «X» zu definieren, mit Inhalten zu füllen um Entwicklungsprozesse anzustossen.

Zurück zur Praxis. Die Kernaufgabe des Trainers ist es, die Handlungskompetenz zu fördern. Wissensvermittlung ist ein Werkzeug - Praxistransfer ein Muss. Damit der Trainer seinen Job machen kann, sind auch Basis-Fachkenntnisse nötig. Ein modularer Aufbau der Lerninhalte, damit er «teilnehmerspezifisch» auf Bedarf und Bedürfnisse eingehen kann. Ein voller Methodenkoffer, damit er ein inspirierendes Umfeld kreieren kann – nicht zuletzt viel Erfahrung, damit er situativ und individuell agieren und reagieren kann. 

Hirschhausen sagt in seiner Gute-Nacht-Geschichte: «Selbst 20 Jahre Psychotherapie machen aus einer Giraffe keinen Pinguin.»  Es ist viel einfacher und sinnvoller auf seine Stärken zu setzen, also zu versuchen, seine Schwächen auszumerzen. Anders zu sein, als die anderen. Denn andere gibt es schon genug. Ein guter Coach und Trainer fragt „Wer bist du, was kannst du, was willst du?»

Video "Finde dein Element" - Eckard von Hirschhausen

Und ein guter Trainer hilft dieses Wollen ins Können zu transformieren. 

Tom Mörker, Senior Consultat bei cmp
Bezeichnet sich selbst als Könner, der sich durchs Machen Wissen angeeignet hat und damit heute fit als Trainer ist, um mit Wissen zum Können zu verhelfen.


CMP VERTIEFUNGS-BAUSTEINE

Von der Inspiration, über die Wissensvermittlung und den Erfahrungsaustausch zur Handlungsebene

Mit den cm-p Vertiefungs-Bausteinen greifen wir in intensiven zweitägigen Workshops Themen auf, welche in der Praxis hohe Herausforderungen für Trainer/innen und Coaches darstellen.

Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihrer Handlung in der Praxis zu befähigen, mit ihrer Kompetenz, ihrer Erfahrung und ihrer Persönlichkeit die täglichen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Unsere Rahmenbedingungen, das von uns vermittelte Wissen sowie die Grundlagen zur Entwicklung ihrer Haltung sind unsere Beiträge für diesen Prozess. Kompakt, effizient, effektiv, ziel- und handlungsorientiert. 

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